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Dr. Andrew Taylor Still, der Begründer des Osteopathie

Gesundheit zu finden ist Aufgabe des Arztes. Krankheit kann jeder finden.

Dieses Zitat des Begründers der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, kann man auf fast jeder Homepage eines Osteopathen finden. Aber wer war dieser Dr. Still eigentlich?

Lebensweg von Dr. Still

Dr. Still wurde 1828 als drittes von neun Kindern eines methodistischen Arztes und Priesters in Virginia/USA geboren.

Im ersten Seminar der IFPO Institut für praktische Osteopathie in Bochum berichtete unser Dozent, dass Dr. Still bereits im Kindesalter eine erste osteopathische „Technik“ für seine Kopfschmerzen entwickelte: er befestigte eine Schlinge an einen Baum, legte seinen Kopf hinein und… schlief ein. Wahrscheinlich erfuhr er durch die Entspannung der Nackenmuskulatur am Hinterkopf Linderung und erwachte ohne Kopfschmerzen.

Durch viele Schicksalsschläge, Dr. Still verlor 3 seiner Kinder sowie zwei Ehefrauen ohne dass er Ihnen helfen konnte, verlor er sein Vertrauen in die Schulmedizin. Er begann seine anatomischen Kenntnisse zu perfektionieren und untersuchte empirisch sämtliche damals gängigen medizinische Verfahren und Behandlungsansätze. Dr. Still wird als schwieriger Pragmatiker beschrieben, der an allen Fragen des Lebens interessiert und ständig auf der Suche nach einem neuen Verständnis von Gesundheit und Krankheit war. Beeinflusst von vielen medizinischen und naturwissenschaftlichen Strömungen entwickelte er um 1874 die osteopathische Medizin.

Die Entwicklung der Osteopathie

Dr. Still wollte keine Symptombehandlung, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und somit eine wirkliche Heilung des Menschen erreichen. Dazu benutzte er manuelle Therapietechniken, mit denen er an der Struktur (dem Körper) arbeitete und dadurch eine Verbesserung der Körperfunktion erreichte.

Die Osteopathie – was ist das eigentlich?

Der Begriff Osteopathie leitet sich von dem griechischen ‚osteo‘ = der Knochen ab, es kann aber auch ‚Ursache‘ bedeuten. ‚Pathie‘ bedeutet ‚das Leiden‘. Ein zugegebenermassen etwas sperriger Begriff. Dr. Still meinte damit wohl die Suche nach der Ursache des Leidens.

Die Osteopathie teilt sich heute in drei Systeme: Parietal, Viszeral und Cranio-Sacral.

Der parietale Teil der Osteopathie beschäftigt sich mit den Knochen, den Muskeln und Gelenken, also mit dem Bewegungsapparat des Menschen.

Der viszeral Teil beschäftigt sich mit den inneren Organen. Beispielsweise können Fixationen des umhüllenden Bindegewebes von Organen diese in ihrer Beweglichkeit behindern.

Die Cranio-Sacral-Therapie legt ihren Schwerpunkt auf das System von Schädel (Cranium), Kreuzbein (Sacrum) und dem rhythmischen Fluss des Liquors (Gehirnwasser). Ein ausgeglichener Rhythmus is für die Gesundheit von essentieller Bedeutung.

Alle drei‚ Teildisziplinen‘ fliessen bei der Behandlung immer harmonisch ineinander, so dass eine individuell auf den Patienten abgestimmte und ganzheitliche Therapie zur Anwendung kommt.

Die 4 Behandlungsprinzipien der Osteopathie

Es gibt dazu verschiedene Formulierungen, ich richte mich bei meiner Arbeit nach den 4 Prinzipien, die ich beim IFPO – Institut für praktische Osteopathie in Bochum gelernt habe: Der Körper ist eine Einheit – Körper, Geist und Seele funktionieren als Einheit und stehen in ständiger Wechselbeziehung zueinander.

Selbstheilungskräfte – Jeder Mensch verfügt über Selbstheilungskräfte die die körpereigene Balance und Gesunderhaltung gewährleisten. Somit kann der Körper sich selbst regulieren und auch von Krankheiten erholen.

Struktur und Funktion bedingen einander – Hier geht es um das ständige Wechselspiel von Struktur und Funktion. Unter der Struktur versteht man die Anatomie des Körpers, unter Funktion die Physiologie, die voneinander abhängig sind. Der Osteopath untersucht den Körper durch Betasten (Palpation) mit den Händen und gleicht mit manuellen Therapietechniken Dysbalancen im Körper aus. Gesundheit kann wieder hergestellt werden.

Die osteopathische Behandlung richtet sich immer nach den o.g. Grundsätzen: ganzheitliche Behandlungsansätze mobilisieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und verbessern über die manuelle Arbeit am Körper (der Struktur) die Funktion (des Körpers).

Was heisst das genau?

Normalerweise ist unser körperliches System über diese Selbstheilungskräfte gut ausbalanciert und wir sind gesund. Nehmen aber Belastungen wie z.B. Fehlstellungen der Gelenke, Bewegungseinschränkungen der Organe, seelischer Stress o.ä. zu, kann der Körper nicht mehr kompensieren, wir fühlen uns vielleicht nicht mehr wohl und leistungsfähig sondern sind müde und gestresst. Im schlimmsten Fall überfallen uns z.B. plötzliche Rückenschmerzen, Probleme im Bereich Magen/Darm oder eine Erkältung erwischt uns.

Hier kann der Osteopath mit diversen manuellen Behandlungstechniken z.B. Fehlstellungen von Wirbeln regulieren und somit Belastungen des Körpers abbauen. Unsere körpereigenen Selbstheilungskräfte können dann „den Rest“ erledigen und wir sind wieder fit und fühlen uns gesund.

Nicht den Kranken zu heilen ist die Pflicht des Maschinisten, sondern einen Teil des ganzen Systems so anzupassen, dass die Lebensflüsse fließen und die ausgetrockneten Felder bewässern können.

Kernzitat Dr. Andrew Taylor Still

Die gesamte Lebensgeschichte dieses interessanten Mannes sowie weitere Informationen über die weltweite Verbreitung der Osteopathie finden Sie u.a. hier:

Habe Ihr Interesse an Osteopathie geweckt? Dann schauen Sie doch auch gerne mal bei meinem Praxisangebot zum Thema Osteopathie vorbei.

Bleiben Sie gesund!

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