Telefon

0203-75 09 17

Email

andreaspeier@me.com

Öffnungszeiten

Nach Absprache

Du bist was du ißt– wie Essen unsere Psyche beeinflusst

Die Anzahl der Menschen die an Depressionen erkrankt sind nimmt rasant zu. Dies bemerke ich auch in meinem Praxisalltag. Immer häufiger kommen Menschen zu mir die mit burn-out oder einer Depression zu kämpfen haben.

Forscher*innen weltweit haben in der Vergangenheit immer mehr Hinweise entdeckt, dass das, was wir essen einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Psyche hat. Möglicherweise scheint es eine Verbindung zwischen Darm und Hirn zugeben. So kann gesundes Essen, das zu einer Gewichtsreduktion führt nicht nur unser körperliches Wohlbefinden, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch unsere Psyche beeinflussen.

Abnehmen und Psyche – die beiden stehen sich bei einer Gewichtsabnahme oft im Weg. Sicher kennen Sie das auch. Sie möchten unbedingt abnehmen, wenn da nicht das ganze leckere Essen wäre und unserer Psyche zuflüstert: Komm nur noch dieses eine Mal. Das liegt daran, das bei Menschen mit Übergewicht oft die Kontrollfunktion des Stoffwechsels im Gehirn gestört ist. Die Schlussfolgerung: Um dauerhaft ihr Gewicht zu reduzieren und auch zu halten, darf diese Fehlfunktion ins Gegenteil umgewandelt werden. Hierbei kann eine Verhaltenstherapie sinnvoller sein als eine Diät.

Entzündungen im Darm können die Kontrollfunktion im Gehirn behindern

Oft essen wir mehr als uns eigentlich gut tut. Wenn es gut schmeckt, langen wir ordentlich zu. Nur woran liegt das? Forscher vermuten, dass der Darm von übergewichtigen Personen folgenschwere Signale an unser Gehirn sendet. Diese sorgen dafür, dass wir mehr essen als wir sollten. Übergewicht sorgt oft für Entzündungen im Darm und im Fettgewebe. Es wird vermutet, dass die Entzündungsstoffe aus dem Darm ins Gehirn gelangen und dort unter anderem die Kontrollfunktion des Stoffwechsels stören.

Neuere Forschungsergebnisse bestätigen das. Sie weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der Zusammensetzung der Darmflora und einer Beeinträchtigung des Gehirns gibt. In diesem Zusammenhang sprechen Forscher auch von der „Darm-Hirn-Achse.“

Starke Darmflora – starkes Immunsystem

Dass die Darmflora wichtig für unsere Verdauung, zur Abwehr von Krankheitserregern ist und zur Stärkung des Immunsystems beiträgt, ist allgemein bekannt. Rund 1.000 Arten von Bakterien tummeln sich in unserem Darm. Die geschätzten 100 Billionen Darmbakterien, schaffen es dabei zusammen auf etwa ein Gewicht von bis zum zwei Kilogramm. Auch ist die Darmflora nicht bei jedem Menschen gleich. Jeder hat seine eigene individuelle Zusammensetzung. Diese wird vor allem durch unsere Ernährung und durch immunologische Prozesse beeinflusst.

So haben Forschungsergebnisse gezeigt, dass je nach Zusammensetzung die Darmflora schützen und auch krank machen kann.

Gesundes Essen – Gesunder Darm

Mit gesunder Ernährung haben Sie die Möglichkeit Ihre Darmflora positiv zu beeinflussen. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Darm etwas gutes tun können:

  • Durch die Aufnahme Präbiotika und Probiotika. Diese finden sich zum Beispiel in Joghurt.
  • Durch ballaststoffreiche Ernährung sorgen Sie dafür, dass diese im Dickdarm zersetzt und zu organischen Säuren fermentiert wird. Ganz besonders vorteilhaft ist hier der Ballaststoff Inulin, welchen Sie zum Beispiel in den Gemüsesorten Chicorée, Artischocken und Pastinaken finden.
  • Auch Milchsäuren, wie in Joghurt, Dickmilch, Kefir, Sauerkraut und Buttermilch helfen der Darmflora.

Verhalten ändern anstelle von Diät

Wie Sie Ihren Appetit kontrollieren hängt von zahlreichen Hormonen ab, die direkt im Gehirn wirken. Die Signale, die von ihnen ausgehen haben Einfluss auf unseren gesamten Stoffwechsel. Haben Sie Übergewicht, ist diese Kontrollfunktion oft gestört. Und hier liegt das Problem. Selbst wenn Sie eigentlich schon genug gegessen und ausreichend Kalorien zu sich genommen haben, gibt Ihr Gehirn Ihnen den Befehl zu essen.

Mit einem langfristigen Verhaltenstraining können Sie erreichen, dass sich Ihre hormonellen Parameter im Gehirn wieder normalisieren.

Gehen Sie die Sachen entspannt an – vermeiden Sie Druck

Damit Ihre Abnahme auch von Erfolg gekrönt ist sollten Sie sich nicht unter Druck setzen. Denken Sie daran: Ihre Nahrungsaufnahme soll sich an den natürlichen Anweisungen Ihres Gehirns orientieren. Natürlich ist dies nicht so einfach und gerade, wenn Sie mit Übergewicht zu kämpfen haben, dürfen Sie Ihr natürliches Essverhalten oft erst wieder erlernen.

Gehen Sie die ganze Sache entspannt an und sehen Sie Ihre Abnahme wie ein Training. Ein Sixpack entsteht auch nicht über Nacht. Daher möchte ich Ihnen nachfolgend noch einige Tipps mit an die Hand geben:

  • Essen Sie regelmäßig. Das vermeidet Heißhunger.
  • Verbieten Sie sich nichts. Essen Sie worauf Sie Appetit haben und das ohne schlechtes Gewissen.
  • Vermeiden Sie aus emotionalen Gründen zu essen.
  • Möchten Sie außerhalb Ihrer drei Hauptmahlzeiten etwas essen, fragen Sie sich warum Sie gerade jetzt etwas Essen möchten. Ist es wirklich Hunger oder steckt vielleicht ein anderer Grund dahinter?
  • Hören Sie auf zu Essen, wenn Sie satt sind.
  • Gewöhnen Sie sich langsam an kleinere Portionen. Nur übertreiben Sie nicht. Sie sollten nach dem Essen nicht mehr hungrig sein.
  • Lassen Sie sich Zeit! Reduzieren Sie Ihr Gewicht langsam und kontinuierlich.
  • Sehen Sie essen nicht als etwas Negatives an. Sagen Sie nicht: „Ich darf das jetzt eigentlich nicht essen.“ Nehmen Sie Essen als etwas Positives wahr.
  • Erhöhen Sie Ihre Lebensfreude und vermeiden Sie so Frustessen.
  • Auch unser Schlaf beeinflusst unser Essverhalten. Achten Sie darauf, regelmäßig und ausreichend zu schlafen.
  • Lassen Sie sich nicht von Rückschlägen entmutigen.

Weniger ist mehr – mit ein paar kleinen Tricks schaffen Sie es weniger zu essen.

Seien wir doch mal ehrlich. Wenn es uns schmeckt essen wir oft mehr als eigentlich nötig wäre. Auch hier stehen uns oft erlernte Gewohnheiten im Weg. Erinnern Sie sich auch noch daran, wie Ihnen als Kind gesagt wurde, dass der Teller immer leer gegessen werden muss? Mit ein paar kleinen Tricks schaffen Sie es dieses Verhaltensmuster zu durchbrechen um auf Dauer Ihre Portionsgröße zu reduzieren.

  • Richten Sie Ihr Essen auf kleineren Tellern an und schon sieht die Portion viel größer aus.
  • Füllen Sie Ihren Teller zuerst mit den Lebensmitteln, die Ihnen gut tun. Wie z.B. Gemüse oder Salat und die andere Hälfte mit Fisch, Fleisch oder Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln.
  • Essen Sie Lebensmittel mit großem Volumen, wie Paprika oder Kartoffeln.
  • Kauen ist wichtig. Versuchen Sie so lange wie möglich zu kauen und legen Sie dabei das Besteck weg.
  • Essen Sie in Gesellschaft, orientieren Sie sich an dem langsamsten Esser. Denken Sie daran. Ihr Sättigungsgefühl ist träge. Es dauert ca. 15 – 20 Minuten bis es einsetzt.
  • Essen Sie immer in einer ruhigen Umgebung. Versuchen Sie Essen vor dem Fernseher zu vermeiden

Wie sieht es bei Ihnen aus? Was sind Ihre Tipps und Tricks um weniger zu essen? Schreiben Sie es mir doch gerne in die Kommentare.

Sie möchten etwas verändern und kommen alleine nicht weiter? Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg. Schauen Sie sich gerne mein umfangreiches Praxisangebot an.

Sie haben noch Fragen? Dann schreiben Sie mir diese doch gerne in die Kommentar oder eine E-Mail.

Bleiben Sie gesund!

Unterschrift


*Quelle: https://bit.ly/3aj16lZ

Empfohlene Artikel

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.